
Sacramento/Kalifornien 1935
Mel Ramos beginnt 1954 am Sancramento Junior College und an der
California State University bei Wayne Thiebaud ein Studium der Kunst
und Kunstgeschichte. Der Künstler übernimmt 1958 eine Lehrtätigkeit an
der Elk Grove High School und an der California State University. Ramos
entnimmt die Sujets seiner Arbeiten der frühen sechziger Jahre der
Bilderwelt der Comic-Hefte. 1963, nach der Teilnahme an der Ausstellung
"Pop Goes the East" im Contemporary Art Museum in Houston etabliert
sich der Künstler im darauffolgenden Jahr mit seiner ersten
Einzelausstellung in der Bianchini Gallery in New York als einer der
Hauptvertreter der Pop Art neben Warhol, Lichtenstein und Rosenquist.
Mel Ramos wendet sich mitte der sechziger Jahre der Darstellung
weiblicher Einzelfiguren zu: Pin-up-girls aus Reklameanzeigen und
Magazinen werden auf gemalte Warenartikel drapiert und so die triviale
Glamourgestik der Werbebranche parodiert, die das Konsumverhalten durch
derartige Vermarktungsstrategien zu beeinflussen sucht. Im Museum of
Modern Art in San Francisco kommt Ramos 1967 zu einer weiteren
Einzelausstellung . Der Künstler präsentiert 1972 seine Arbeiten im
Utah Museum of Fine Arts in Salt Lake City, 1974 gefolgt von der
Ausstellung "Pop Art" in Whitney Museum of American Art in New York.
Mit einer Retrospektive im Oakland Museum of California ist Mel Ramos
1977. An der California State University in Hayward übernimmt der
Künstler im Jahr 1980 eine Professur. Das Interesse des Malers findet
nunmehr das Künstlerselbstporträt und die Landschaftsmalerei. Ramos
erhält 1986 den National Endowment for the Arts Visual Artists
Fellowship Grant. Im selben Jahr nimmt der Künstler an einem
Stipendiatenaustausch zwischen Amerika und Frankreich teil. 1987 und
1991 folgen Reisen nach Sizilien und Teneriffa. Mel Ramos lebt und
arbeitet seit 1992 in Kalifornien und Spanien. Der Maler äußert sich
über seine Kunst lapidar: "Ich achte darauf, daß meine Bilder nicht
allzu erotisch sind, daß sie immer einen Anflug von Humor haben. Ich
achte darauf, daß die Bilder >geschmackvoll< sind. Entweder
versteht man, was gemeint ist, oder eben nicht."